Mitch Albom: Dienstags bei Morrie

Februar 4, 2010 um 7:52 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

.:Rezension:.

Der amerikanische Sportjournalist Mitch Albom hat auf den ersten Blick alles, was er für ein geordnetes Leben braucht: er ist überaus erfolgreich in seinem Job, glücklich verheiratet und verdient genug Geld um sich das zu leisten, was er will.

Eines Tages erfährt Mitch durch das Fernsehen, dass sein ehemaliger Collegeprofessor Morrie Schwartz an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS (amyotrophe Lateralsklerose -> Stephen Hawking) erkrankt ist. Er erinnert sich seiner Collegezeit und daran wie persönlich die Beziehung gewesen ist, die er zu seinem „Coach“ gepflegt hat. Gleichzeitig macht sich sein Gewissen bemerkbar und wirft ihm vor, dass er entgegen seinem Versprechen den Kontakt zu seinem Lehrer nicht aufrecht erhalten hat.

Nach einem Anruf bei Morrie verabreden sie sich zu einem Treffen – an einem Dienstag, bei Morrie.

Das erste Wiedersehen ist wie die Rückkehr des verlorenen Sohnes. Schnell wird klar, dass trotz der Zeit, die seit dem College vergangen ist, der innige Draht, der die beiden verbunden hat, sofort wieder hergestellt ist. Sie reden so wie damals und Mitch entschließt sich, die Besuche zu einem festen Bestandteil seiner Woche zu machen – immer Dienstags, sie sind eben „Dienstagsleute“.

Was anfangs aus dem schlechten Gewissen einerseits und dem Bedürfnis, dem kranken Morrie Trost zu spenden andererseits entstanden ist, entwickelt sich zu einer Beziehung, in der Mitch sehr viel über sich selbst und das Leben lernt. Mitch diskutiert mit Morrie über Themen wie Tod, Furcht, Gier, Familie, Verzeihen und darüber, was ein sinnvolles und erfülltes Leben ausmacht. Morrie ist in seinen Antworten stets auf das Wesentliche beschränkt ohne dabei banal, oberflächlich oder gar kitschig zu wirken. Er spricht mit solch schnörkelloser Schlichtheit und glaubhafter Klarheit über das, was das Leben wirklich ausmacht. Für Mitch wird durch die vielschichtigen Ansichten Morries und die tiefgründigen Fragen, die er auf verständliche Weise zu beantworten weiß, klar, dass er sein bisheriges Leben nach den falschen Zielen gelebt hat. Anstatt sich auf die eigene Karriere und das Geldverdienen zu konzentrieren, hätte er lieber seine Zeit mit den Menschen verbringen sollen, die ihm lieb und wichtig sind. Durch Morrie hat Mitch eine neue, bessere Perspektive auf das Leben und auch auf den Tod, der nun mal zum Leben gehört, erhalten.

Schließlich, nach 14 Dienstagen stirbt Morrie, doch Mitch ist sich sicher, dass er noch immer von Morrie lernen kann, denn: „Der Tod beendet ein Leben, nicht aber eine Beziehung.“

Mitch Alboms Biografie über den besonderen Menschen Morrie Schwartz, hat die Kraft, die
nur wenige Bücher besitzen, nämlich die Menschen in ihrem Denken, Handeln und was wahrscheinlich das Wichtigste ist, in ihrem Herzen zu verändern. Das Buch bewegt wie kaum ein anderes und auch nach Morries Ableben bleibt Zuversicht. Mit all seinen Weisheiten, Lehren und Erfahrungen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben dient das Buch als Leitfaden und Wegweiser gleichermaßen und vermag, wenn man diese Ratschläge beherzigt, aus uns Menschen bessere Wesen zu machen.

Jene, die dieses Buch noch nicht gelesen haben, kann ich es nur wärmstens ans Herz legen und diejenigen, die es bereits gelesen haben, darum bitten, kurz inne zu halten und sich Morries Lehren, gerade vor dem Hintergrund unserer hektischen Welt, wieder einmal ins Bewusstsein zu rufen.

Mitch Albom
Morrie Schwartz: Lessons On Living I
Morrie Schwartz: Lessons On Living II

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Gedanken zur Depression

November 13, 2009 um 3:24 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | 3 Kommentare

KerzeDer Freitod Robert Enkes hat wohl jeden auf die ein oder andere Art betroffen gemacht, egal ob nun Fußballfan oder nicht. Unfassbar sind noch immer die Geschehnisse von Dienstagabend und es bleibt die Frage nach dem „Warum?“.

Diese Frage wird für immer unbeantwortet bleiben, das muss man sich klar machen. Ebenso wie man erkennen muss, dass dieses Warum-Fragen psychologisch gesehen ein „No-Go“ ist. Niemand wird je auf diese Frage eine hinreichende Antwort geben können, selbst (so blöd das jetzt auch klingen mag) Robert Enke würde dazu wohl nicht imstande sein. Es bringt uns also nicht weiter diesen Selbstmord ausgehend von einem einzigen Fragewort zu ergründen.

Stattdessen sollten wir uns erst einmal mit dem beschäftigen, was wir wissen, ohne gleich den Versuch zu machen, etwas in diese Tatsachen hineinzuinterpretieren.

  • Fakt ist, Robert Enke befand sich seit 2003 in psychiatrischer Behandlung.
  • Fakt ist, es wurde das Krankheitsbild Depression bei ihm diagnostiziert.
  • Fakt ist, Enkes Tochter starb 2006 im Alter von zwei Jahren an einem irreparablen Herzfehler.
  • Fakt ist, Robert Enke wählte den sog. „Schienensuizid“. Die Gleise befanden sich in der Nähe des Grabes seiner Tochter.
  • Fakt ist, Robert Enke hinterließ der Nachwelt einen Abschiedsbrief.
  • Fakt ist, Depression ist eine äußerst ernstzunehmende Krankheit, die wie jede andere auch ärztlicher Behandlung (hier: die eines Psychiaters) bedarf.

Und Fakt ist auch, so überraschend das vielleicht klingen mag, dass die Depression (zusammen mit Herzinfarkt und Krebs) mit etwa einer Millionen Betroffener allein in Deutschland sogar zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt zählt.

Was nun in den Medien zu beobachten ist, ist, dass man sich nun auf den Begriff Depression stürzt und diesen mehr oder weniger als den Grund für das „Warum?“ anführt. Dies kann wiederum dazuführen, dass einige Menschen, sobald sie das Wort „Depression“ hören, sofort an Robert Enke denken und an seinen Weg sich dieses Problems zu entledigen. Ich sehe also das Problem, dass Depression unmittelbar mit Selbstmord verbunden wird. Und das ist meiner Ansicht nach eine große Gefahr: die Krankheit verstärkt sich quasi selbst. Ich bin der Ansicht, dass die Depression als Krankheitsbild als solches nicht in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen, geschweige denn akzeptiert wird, wie beispielsweise körperliche Leiden.

Es ist eine Erkrankung der Seele, die durch tiefe innere Verzweiflung, quälende innere Leere, Hoffnungs- und Antriebslosigkeit gekennzeichnet ist. Wer gibt schon gerne zu zum Psychiater zu gehen? Jemand der zum „Seelenklempner“ geht, „hat nicht mehr alle Tassen im Schrank“ und wird nicht doch wirklich ernst genommen; gilt als schwaches MItglied in einer Gesellschaft, in der Schwächlinge nicht akzeptiert sind; ist doch selbst schuld, wenn er seine Probleme nicht in den Griff bekommt. „Wir haben ja schließlich auch unsere eigenen Probleme“. So oder so ähnlich empfinde ich zumindest die breite öffentliche Wahrnehmung der Depression. Als klassische Krankheit, die ganz differenziert behandelt werden muss, weil jede Depression individuell ist, wird sie zur Zeit absolut von der Mehrheit der Bevölkerung nicht akzeptiert. Die Betroffenen brauchen aber Hilfe, sie brauchen jemanden, mit dem sie über ihre Probleme sprechen können und das allerwichtigste:

sie brauchen eine Gesellschaft, in der sie sich verstanden fühlen; die mit Depression umzugehen weiß, die einen Depressiven nicht als einen, „der sie nicht mehr alle hat“ abklassifiziert und die ihnen zu verstehen gibt, dass sie sich ihrer Erkrankung nicht zu schähmen brauchen, weil es schlichtweg eine Krankheit ist und nichts mit persönlicher Schwäche oder Ähnlichem zu tun hat.

Depression darf kein Tabuthema sein. Denn wie ist die Krankheit zu überwinden, wenn niemand davon erfahren soll, wenn man Angst davor hat, sich zu „outen“, weil man meint zu wissen, dass man nicht akzeptiert wird. Diese Angst verstärkt die schon vorhandene innere Verzweiflung doch nur noch zusätzlich: eine Spirale nach unten…

Wir alle müssen uns mit diesem Thema differenziert außereinandersetzten, ein breites Bewusstsein schaffen, dass sich Depressive ob ihrer Krankheit nicht zu schähmen brauchen, keine „Aussätzigen“ sind, es sollte mehr  Selbsthilfegruppen wie z.B. „anonymen Depressiven“ geben und Bündnissen wie das gegen Depression mehr öffentliche Aufmerksamkeit geschenkt werden. Nicht die Abkehr von Depressiven sondern, dass Aufeinanderzugehen und Miteinanderreden ist ein Schlüssel für die vielen Schlösser der Verzweiflung. Gegenseitige Akzeptanz vorausgesetzt.

Und wenn dieser Selbstmord überhaupt etwas Positives an sich haben kann, dann dies: die Leute reden über Depression, man beschäftigt sich damit, sie sind in die öffentlich Aufmerksamkeit gerückt, man fragt sich was man dagegen tun kann, damit nicht es soweit kommt, …

Gestern in der FLZ stand zu lesen „Robert Enke war krank, doch er wollte sich nicht helfen lassen“. Das ist falsch, er hat sich helfen lassen von einem Psychiater, von der Gesellschaft aber, hat er sich keine Hilfe versprochen, er fürchtete genau das Gegenteil. Hoffentlich zu unrecht (Stichwort Werther-Effekt).

Rebus

Oktober 28, 2009 um 7:24 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | 1 Kommentar

rebus

Ein kleines Bilderrätsel an dieser Stelle. Na, was ist hier bildlich dargestellt?

!!! Merchant of Venice online !!!

Juni 23, 2008 um 6:10 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | 4 Kommentare

Nach gefühlten 5 Jahren konnte ich es kaum glauben als ich vor knapp einem Monat unser Englisch-LK Filmprojekt „The Merchant of Venice“ in Form einer runden Silberscheibe in den Händen hielt, in meinen Rechner schob und mir unseren Shakespeare-Talk genüsslich anschaute.

Es grenzt wohl an ein mittleres Wunder, dass dies doch noch möglich wurde. Den Leidensweg unseres Films kennt ihr natürlich zur Genüge. Dennoch vielen Dank an Bohne und Claus, der dann als er die Filmschnipsel erhalten hatte, diese recht fix zu einem ansehnlichen Filmchen zusammenkleisterte. Danke nochmals an dieser Stelle. Danke auch an unsere Kamerafrau die Jolle (die im Moment bei dem Radiosender ein Praktikum macht.).

Gestern habe ich nun endlich mal Zeit gefunden den Film ins Netz hochzuladen (ich reih mich quasi in die Leidensgeschichte ein, bei der jeder noch so kleine Handgriff zu einer langwierigen verkommt). Jedenfalls ist jetzt unser „MoV(ie)“ bei MyDrive.ch verfüg- und downloadbar.

Und so geht’s:

  1. Link anklicken
  2. Benutzername „hubi“ eingeben
  3. Passwort „ahugeblog“ eingeben
  4. „Merchant of Venice.avi“ anklicken
  5. Download wird automatisch gestartet

Auf einer der bekanntesten englischsprachigen Literaturwebseiten Sparknotes.com gibt’s unter der Rubrik „No Fear Shakespeare“ den Wettbewerb Show us your Shakespeare bei dem man folgendes machen kann:

„Adapt any part of a Shakespeare play and upload your video for a chance to win a $100 Barnes & Noble gift certificate and free No Fear Shakespeare books!“

Was haltet ihr davon? Soll ich unseren Film dahinschicken?? Oder is er net so gut???

Schaut ihn euch erst mal an und dann lassts mich wissen.

Frage: Wie funktioniert eigentlich ein Astronautenklo?

Juni 23, 2008 um 2:18 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Frage, die mir seitdem ich neulich Stanley Kubrick’s – im wahrsten Sinne des Wortes – abgespacestes Science-Fiction Meisterwerk von 1968 „2001 – Oddysee im Weltraum“ angeschaut habe, auf den Nägel brennt, ist folgende: Wie funktioniert eigentlich ein Astronautenklo??? Eingedenk der Schwerelosigkeit im Outer Space eine zunächste doch abstoßende Vorstellung, zumal auch im Film auf die „Zero Gravity Toilet“ verwiesen wird …

Dann die nächste Horrormeldung: zufällig las ich kürzlich bei SpiegelOnline diese Schlagzeile: „Notdurft im All- ISS-Toilette ist kaputt“ .

Das war Anlass genug für mich der „Sache“ mal auf den Grund zu gehen.

Meine „Recherche“ beginnt am wohl beliebtesten Ausgangspunkt jeglicher Informationsbeschaffung unserer Zeit: Wikipedia . Das Internetwissensportal liefert auf die Anfrage Astronautenklo erstmal nur den Hinweis, dass zu diesem Thema noch ein ausführlicher Eintrag geschrieben werden muss. Allerdings wird es in einem Unterpunkt zum Thema „Toilette“ kurz wie folgt abhandelt:

Astronautenklo: Toiletten im Weltraum funktionieren nach einem staubsaugerähnlichem Prinzip. Die Öffnung ist nur ca. handtellergroß, und die Benutzung muss trainiert werden.

Ahja … saubersaugerähnlich also … und trainiert muss der „natürlichste aller natürlichen Vorgänge“ also auch noch …

Auf meiner weiteren Informationssuche stoße ich auf eine mir sehr bekannte und „sofortvertrauensherstellende“ Seite – die der Sendung mit der Maus . Der Armin hat sich also auch schon mal Gedanken zu diesem Thema gemacht und stellt seine Ergebnisse auf die gewohnt unnachahmliche Weise dar. Hier nun die wesentlichen Erkenntnisse kurz zusammengefasst:

  • Das Astronauten WC funktioniert ähnlich wie ein Staubsauger, aber nicht wie ein gewöhnlicher, vielmehr wie einer mit dem man Flüssigkeiten absaugen kann. (Armins O-Ton: „Schließlich machen die Astronauten ja keinen Staub in die Toilette!„)
  • Damit der Mensch sich selbst nicht aufgrund der Schwerelosigkeit verflüchtigt und somit ein ruhiger Stuhlgang gewährleistet ist, befinden sich am Klo Haken, an denen sich der Astronaut festklemmt.
  • Sitzt der Astronaut nun fest und sicher, wird der Auffangbehälter geöffnet und der Luftstrom eingeschaltet („Das ist ziemlich kalt am Po und sehr gewöhnungsbedürftig!„)
  • Das Loch eines Astronautenklo ist in etwa nur so groß wie ein Bierdeckel, da dies nun den Stuhlgang erheblich erschwert, muss der „richtige Sitz“ auf der Erde vorher trainiert werden.
  • Bei kleineren Angelegenheiten genügt ein Auffang-Röhrchen, welches direkt mit dem Staubsauger verbunden ist.
  • Beim Händewaschen benutzen die Astronauten kein Wasser, sondern stattdessen feuchte Tücher
  • Und nun zu guter Letzt das für mich Erstaunlichste: Alles, was sich im Behälter des Staubsaugers angesammelt hat, wird wieder zurück auf die Erde genommen!!

Umwelt(raum)schutz nennt man das dann wohl!

26. April: Hans Söllner in Oettingen

April 27, 2008 um 8:57 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

April 27, 2008 um 8:57 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

April 27, 2008 um 8:56 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

April 27, 2008 um 8:56 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

April 27, 2008 um 8:55 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

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