Sternstunden der Kinogeschichte (1) – Der blaue Rambo

Februar 5, 2009 um 12:51 am | Veröffentlicht in Film und Kino | Hinterlasse einen Kommentar

Start einer neuen Reihe: in loser Folge werden hier bekannte und für manche auch unbekannte Filmszenen und Zitate aus mehr oder weniger legendären Filmen erscheinen.

Diese Perle von Szene aus Rambo III ist wohl zu einer der legendärsten, da durch Einfallsreichtum im Dialogverlauf geradezu strotzenden der Filmgeschichte geworden. Der grübelnde Gesichtsausdruck des Afghanen und das überzeugende „verstehe…“ erinnern irgendwie an … ja, genau: Schule! Danke an den Drehbuchschreiber für diesen Geistesblitz!

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Das ultimative Musikquiz – Vol. 1

Februar 4, 2009 um 12:44 am | Veröffentlicht in Musik | 2 Kommentare

Neulich kam mir eine Idee für ein Ratespiel für mein  Blog. Mir ist bei meinen Überlegungen aufgefallen, dass es in Zeiten von Google gar nicht so einfach ist, eine Art Wissenquiz zu erstellen, bei dem sich die Antwort nicht hinter einer einfachen Suchmaske versteckt und mit einem Mausklick freigegeben werden kann.
Es geht beim folgenden Quiz, wie man unschwer an der Überschrift feststellen kann, um Musik. Genauer gesagt um Auszüge aus Songtexten, die von mir vorgegeben werden, eure Aufgabe ist es dann Interpret und Titel des Liedes zu nennen. So weit, so einfach.

Nun der Haken bei der Sache: Natürlich gilt es nicht anhand der Originallyrics die Lieder zu erraten. Nein, die Refrains und Strophen wurden so lange durch ein Übersetzungsprogramm geschickt, bis der ursprüngliche Sinn nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar ist. Generell werden alle fremdsprachigen Lieder zugelassen, die Auswahl wird aber wohl hauptsächlich aus englischsprachigen Songs bestehen, aus auf der Hand liegenden Gründen. Ein z. B. englischer Text könnte also bspw. zuerst ins Finnische, das Finnische dann ins Griechische, vom Griechischen ins Japanische, vom Japanische über Hindi schließlich ins Deutsche übersetzt worden sein. Ich habe vor, dass es jede Woche einen Songtext zu erraten geben wird. Wenn nach 3 Tagen noch keine Lösung genannt wird, wird es weitere Tipps geben.

Ich werde eine seperate Seite einrichten, auf der die Gewinner jeder Woche aufgelistet sein werden. Damit es für euch neben der Hirnarbeit noch reizvoller wird, werden Preise vergeben, bspw. für den, der zuerst 7 Songs richtig erraten hat. Details hierzu werden noch folgen.

Ich hoffe, ihr habt das Spielprinzip so weit verstaden und hier ist auch schon der erste zu erratene Song:

Stadt, in der ich geboren wurde
Eine lange Zeit, ein Mann, der lebt Meer

Zum Start der Bundesliga Rückrunde

Februar 1, 2009 um 1:29 am | Veröffentlicht in Sport | Hinterlasse einen Kommentar


Das geht ja scho mal gut los für meine Bayernfans! 1:0-Auswärtsniederlage in Hamburg! Und nach den Ergebnissen von heute (Sieg Hertha, Sieg Hoffenheim) sind die Bayern gleich auf den vierten Platz abgerutscht.

Erstaunt hat mich scho, dass unser Uli Hoeneß diesmal trotz der strittigen Schiedsrichterentscheidungen relativ ruhig geblieben is. Nur der Kaiser höchstpersönlich hat sich bei Premiere in seiner Funktion als Experte sehr über Knut Kircher und seinen Assistenten echauffiert. So hat er es beispielsweise überhaupt nicht verstanden, warum der Mann in gelb beim vermeintlichen 1:0 der Bayern durch Luca Toni auf Stürmerfoul entscheiden konnte, nur weil der andere Mann in gelb, der an der Linie nämlich, sein Fähnlein gehoben hat… Der Oberunparteiische hätte sich gefälligst auf sein Recht auf freie Selbstbestimmung berufen und nicht die Arbeit von seinem Kollegen verrichten lassen sollen! Unverständnis stand dem Kaiser ins Gesicht geschrieben, was ich nicht nachvollziehn kann…

so gab es nämlich erst in der Hinrunde hitzige Diskussionen über eine ähnliche Entscheidung bei der, der Schiedsrichter seinen Assistenten ignoriert hatte. Wie es der Zufall will auch bei einem HSV-Spiel (wer nochmal war der Gegner? Jakob, weißt du des vllt?). In diesem Fall hatte damals der Linienrichter wegen Foulspiels des gegnerischen Angreifers die Fahne gehoben, woraufhin die Hamburger Abwehrspieler, die mit dem sicheren Pfiff des Schiedsrichters rechneten, ihre Bemühungen, dem Stürmer den Ball abzunehmen, einstellten. Jedoch kam es anders wie von vielen gedacht: Der Unparteiische ließ Vorteil gelten und gab somit dem Angreifer frei Bahn ins HSV-Tor einzunetzen, was der dann auch tat… Tja was soll man da sagen? Blöd gelaufen…

Ein kurzer Satz noch zu Hoffenheim: Glückwunsch zum ersten Bundesligasieg im ersten Bundesligaspiel im neuen, in Rekordzeit (22 Monate! Privatbaustelle an der 24 h gearbeitet wurde) hochgezogenen Fußballtempel.

So, und jetzt is SuperSunday! Der erste Sonntag im Februar, an dem in Amerika DAS Sportereignis des Jahres stattfindet: Der SuperBowl. In Tampa wird in der Nacht vom Sonntag auf Montag zum 43ten mal um die wohl bedeutenste Salatschüssel der Welt gespielt. Die Arizona Cardinals versuchen ihr Glück gegen die Pittsburgh Steelers. Männer aus Steelcity schicken sich an den SuperBowl zum sechsten Mal zu gewinnen, angeführt werden sie von ihrem Quarterback mit dem wohlklingenden Namen Ben Roehtlisberger, dessen Ur-Großvater 1873 aus Unterfrittenbach in die USA immigrierte, aber das nur am Rande.

Wer keine Lust hat, sich die Nacht allein um die Ohren zu schlagen, is gerne eingeladen, das Spektakel bei dem ein oder anderem Bier (evtl. auch Kaffee) auf Großbildleinwand anzuschauen, kann gern im Wirtshaus zum Stern in Dinkelsbühl vorbeischaun. Ich werds mir da anschauen.

Los geht des ganze ab Mitternacht!

St. Pauli ist Kult! Aber wie lange noch?

November 8, 2008 um 4:31 pm | Veröffentlicht in Sport | 1 Kommentar


Viel hat sich in letzter Zeit auf St. Pauli getan. Die Kultstätte von einst, das Millerntorstadion, wandelt sich mit der Zeit mehr und mehr zu einer modernen Fußballarena. Zugegeben, bei einem Fassungsvermögen von mittlerweile 23.201Zuschauern kann man natürlich nicht wirklich von einer Arena sprechen, aber die berühmte Sportanlage auf dem Heiligengeistfeld wird seit 2006 schrittweise runderneuert und saniert. Und zwar Tribüne für Tribüne. 2014 soll das Stadion dann in neuem Glanz erstrahlen und 27.000 Fans fassen. Ein guter Wert für einen Zweitligisten. Der Umbau ist auch nötig, denn das Millerntorstadion war marode und entsprach langsam aber sicher nicht mehr den Auflagen des DFB.

Die neue, überdachte Südtribüne ist vor kurzem fertiggestellt worden und beinhaltet nun auch die Räumlichkeiten die man von anderen Stadien gewohnt ist: ein meist (überfüllter) Fanshop, ein Vereinsrestaurant, ein Kartencenter im Eingangsbereich statt den Kartenhäuschen von einst und Essensstände auf der Rückseite der eigentlichen Tribüne anstatt den Currywurstbuden, die sich früher vorm Stadion tummelten. Die Fassade der neuen Südkurve ist aus rotem Backstein und Glas, auf dem ein überdimensionales Vereinswappen prangt. Modern, sauber, fast schon steril, zumindest der Teil des Stadions hat schon viel von dem maroden Charme des Kiezes eingebüßt. Sicher, der Umbau kostet viel Geld. Geld, das bei St. Pauli nicht im Überfluß vorhanden ist. Da hilft also nur die Flucht nach vorne! Mit einer eigenen Kollektion und dem Slogan „Die Straße trägt St. Pauli“ wird im Fanshop um Käufer gebuhlt. Und dies funktioniert. Der FC St. Pauli, der mittlerweile fast schon zu einer Art Marke geworden ist, ist Kult! Und das Geld ist für den Stadionumbau auch bitter nötig, also an sich eine unterstützenswerte Sache, wenn sie nicht Überhand nimm!

Das St. Pauli in diesen Dingen nicht ganz ungeschickt vorgeht, zeigte beispielsweise vor Jahren die Aktion, als man, damals noch als Erstligist, den großen FC Bayern München schlug, der kurz vorher Weltpokalsieger geworden war, und prompt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Weltpokalsiegerbesieger“ drucken ließ. Jeder der das T-Shirt kaufte, wurde zum „Retter“ (ebenfalls auf dem T-Shirt aufgedruckt) des Vereins, der sich damals in akuter finanzieller Not befand.

Was mir nun an der ganzen Sache zu denken gibt, ist die Tatsache, dass der FC St. Pauli Gefahr läuft seinen Kult zu kommerzialieren. Der Kultstatus des Kiezes und seiner Kicker wird instrumentalisiert für Merchandisezwecke, also Vorgänge die natürlich im Profifußball alltäglich sind. Nur, St. Pauli ist nicht alltäglich. St. Pauli steht doch für etwas anderes. Er steht für einen eigenen Lebensstil, für einen Verein, der stehts seinen ganz eigenen Weg gegangen ist und deswegen von so vielen Fans geliebt und geschätzt wird. Man will doch eigentlich nicht so sein wie die beispielsweise der selbstgefällige FC Bayern München, man will nicht zu diesem Establishment gehören, deswegen ja wohl auch der Ausdruck „non established since 1910“. Der FC St. Pauli stand immer auch für das Gefühl, dass man egal wie groß die (meistens finanziellen) Probleme auch waren, diese Probleme lösen konnte, weil die Fans in allen Zeiten immer treu zu dem Verein gestanden haben, weil der Verein für sie etwas ganz Besonderes repräsentierte. Etwas, das man nicht einfach dem Kommerz preisgeben sollte.


Summerbreeze 2008

August 28, 2008 um 12:19 am | Veröffentlicht in Musik | Hinterlasse einen Kommentar

.Festivalimpressionen.

Strohschlacht bei H-Blockx (Frage: Wieso liegt hier eigentlich Stroh?)

Dieses Jahr war das Summerbreeze-Festival in Sinbronn etwas ganz besonderes für mich. Ich hatte durch meine Tätigkeit als Bandshuttle-Fahrer die Gelegenheit, einige Bands, viele Leute, die hinter dem Festival stecken und im Backstagebereich die Fäden in den Händen halten und das Festival in Baucontaineren koordinieren, kennen zu lernen. Ein Festival dieses Ausmaßes zu organisieren erfordert, so hab ich es in den fünf Tagen meines Jobs erlebt, v. a. Nerven wie Drahtseile, da man permanent unter Starkstrom steht und man wenn überhaupt nur zu 4 bis max. 5 Stunden Schlaf pro Tag hat.

Primordial

Meine Fahrten führten mich unter u. a. zu den Flughäfen Frankfurt, Stuttgart und München, an denen ich Bands wie die irische Heavy-Metal Band Primordial abholte und der Drummer mir einige persönliche Beispiele für seine Abneigung gegenüber den Briten erzählte. Die Jungs der norwegische Metalband Keep of Kalessin war in ihrer Art ebenso allesamt natürlich und ohne jedwede Allüren, was ich als sehr angenehm empfand. Einzig die als Topact des Festivals geltenden Briten Cradle of Filth blieben mir in dieser Hinsicht negativ in Erinnerung.

Während des Fesivals aufgeschnappt: „Yeah, the festival gets ‚hippiisher‘ every year.“ (schönes Wort,, das nicht mal Leo kennt, wohl ein Neologismus. Auch passend für unseren Abijahrgang.).

Keep of Kalessin

Was bei allen Bands gut ankam: das AC/DC Kultalbum „Back in Black“ im CD-Player. Davon nun mein Lieblingslied: You Shook Me All Night Long.

Evolution – The Next Level (1)

August 8, 2008 um 12:16 am | Veröffentlicht in Evolutionstheorie | 4 Kommentare

.etwas andere Gedanken zur Evolutionstheorie.

In dieser Kategorie erscheinen in loser Folge etwas andere Artikel zu Darwins bekannter Theorie. Heute: Das menschliche Ohr.

Wohl kein anderes Multimediagerät hat in den letzten Jahren unseren digitalen Lifestyle so verändert wie der mp3-Player. Diese Entwicklung wurde vor allem durch die Einführung der ersten iPod-Generation am 23. Oktober 2001 vorangetrieben und machte die bis dahin dominierenden tragbaren CD- und MiniDisc-Player überflüßig. Der Erfolg dieser neuen Art des mobilen Musikgenusses ist allgegenwärtig. Besonders auffällig wird dies, wenn man sich in Fußgängerzonen belebter Städte begibt… Diese haben sich in große „Ego-Open-Airs“ verwandelt. Musik wohin man sieht, aber nicht wohin man hört, jeder hört für sich, egophon sozusagen. Es ist schon eher eine Seltenheit Menschen ohne Knopf im Ohr zu entdecken, vornehmlich sind das dann Senioren, doch auch immer mehr ältere Menschen entdecken diese neue Technologie. Wohin könnte diese Entwicklung führen und welche Auswirkungen hat sie auf uns Menschen? Wissenschafler führen hierbei natürlich die Hörschädigung bei übermäßig häufigem und lautem Musikkonsum ins Felde. Mich interessiert hingegen etwas anderes: wie wirkt sich die Benutzung der standardisierten Einheitsgrößen-Kopfhörer (besonders die weißen der iPods) auf unsere überaus verschieden gewachsenen Ohrmuscheln aus? Passen sich unsere Ohren der Evolutionstheorie entsprechend den äußeren Gegebenheiten, sprich der Form der Kopfhörer, an? Dann könnte dies vielleicht so aussehen wie auf dem diesem Bild:

P.S.: Ich hoffe, dass es sich erübrigt zu erwähnen, dass alle in dieser Kategorie behandelten Themen, mit einem Augenzwinkern zu betrachten sind ^^.

„People of the world – look at Berlin“

Juli 30, 2008 um 12:36 am | Veröffentlicht in Politik, Reise | 4 Kommentare

.kleiner Nachtrag zu Barack Obamas Rede in Berlin.

Barack Obama löste schon eine ganze Zeit vor seinem eigentlich Auftritt letzten Donnerstag viel Aufregung und teilweise auch Verwirrung aus. Da war beispielsweise das Hickhack zwischen SPD und CDU um den richtigen Ort, an dem der Präsidentschaftskandidat seine Rede zu halten habe. Nur nicht zuuu symbolträchtig, nur keine falschen Signale senden, solange noch nicht sicher ist, ob vielleicht doch nicht der republikanische Hoffnungsträger John McCain das Rennen am 4. November machen wird. So wohl das politische Kalkül der Union. Des Rätsels Lösung kam dann wider Erwarten durch Obama selbst, der erkennen ließ, dass für ihn die Symbolik um das zum fast schon Mysthischen hochstilisierte Brandenburger Tor nicht die große Rolle spiele und er sich stattdessen schon einen neuen Ort für seine Rede ausgesucht hat nämlich vor der Berliner Siegessäule. Oder besser gesagt: hinter der Siegessäule, denn der Engel, der auf der insgesamt knapp 67 m hohen Säule ragt, wandte Obama den Rücken zu, was aber zugleich den Vorteil hatte, dass nicht er, sondern die 215.000 Zuschauer in die sich langsam senkende Sonne über Berlin schauen mussten. Obama in diesem Zusammenhang als Blender zu bezeichnen, wäre aber reichlich deplatziert.
Schlange stehen vor Obama Rede

Viele der Zuschauer „pilgerten“ schon Stunden vorher zu den Kontrollzelten, die ab 16 Uhr Einlass gewährten. Wenn den Organisatoren in Berlin etwas anzukreiden ist, dann sicherlich die Tatsache, dass die Zahl der Metalldektetoren in den Kontrollzelten sowie die Anzahl der Sicherheitskräfte, die von Hand die Besucher auf verbotene Mitbringsel hin untersuchten, in keinem Verhältnis zu den Menschenmengen stand, die sich anschickten, so nah wie nur irgend möglich ans Rednerpult zu kommen. Insgesamt gab es, soweit ich das überblicken konnte, 18 solcher Kontrollzelte, 9 auf jeder Straßenseite, wobei ein Zelt mit jeweils einem, vereinzelt auch mit zwei Metalldetektoren, wie man sie vom Flughafen kennt und mit jeweils drei bis vier Kontrolleuren ausgestattet war. Nicht gerade viel wenn man bedenkt, dass sich in die vordere, abgesperrte Zone wohl um die 60.000 Menschen drängten. Wir selbst brachten es auf eine Wartezeit von geschlagenen zwei Stunden bis wir vom Ende der Schlange am Metalldetektor angelangt waren, wohl gemerkt handelte es sich um eine Distanz von nur etwas mehr als 10 m.

Um 19:22 Uhr war es dann endlich soweit: Barack Obama schritt begleitet vom tosendem Beifall von 215.000 begeisterten Menschen auf sein Rednerpult zu. Er dankte zu erst allen Gekommenen, den Politikern, den Sicherheitskräften, usw. bevor er dann zu den eigentlichen Inhalten seiner Rede ansetzte. Er schlug Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart in Form der Luft“brücke“, die sich als immer wiederkehrendes Motiv durch die gesamte Rede zog und symbolilsch für den Beginn der deutsch-amerikanischen Freundschaft steht. Unbestritten eine besondere Freundschaft.
Er sprach von Berlin als eine Motivation für die ganze Welt, daran zu glauben, dass friedlicher Dialog und partnerschaftliche Zusammenarbeit über Länder- und Kulturgrenzen hinweg möglich. Er sprach von einer atomwaffenfreien Welt (an dieser Stelle gab es ohne Zweifel am meisten Zuspruch unter den Zuschauern) und davon, dass sowohl „Good Old Europe“ wie auch die USA mehr leisten müssen, damit wir weiterhin unseren Wohlstand und unsere Freiheit genießen könnten. Hier fordert Obama also indirekt von den europäischen NATO-Staaten mehr Einsatz in den aktuellen Krisengebieten wie Afghanistan.
Obama räumt Fehler ein, die die USA in der Vergangenheit begangen haben und ruft gleichzeitig die Weltgemeinschaft auf, sich den augenblicklichen Krisen, wie z.B. dem Klimawandel gemeinsam und entschlossen zu stellen. Solch globale Probleme können nicht isolationistisch gelöst werden, alle Länder dieser Welt müssen sozusagen an einem Strang ziehen. Ein Aufruf für den der Weltbürger Obama, das Schlagwort „global citizenship“ fällt in seiner Rede auch des Öfteren, aufgrund seiner Vergangenheit und Herkunft geradezu prädestiniert ist. In den besten Momenten der Rede erinnert sie an Martin Luther King’s „I have a Dream“-Anaphern. Obama weist die Weltgemeinschaft ausdrücklich auf die Dringlichkeit der globalen Krisen und Probleme hin und zwar mit den Worten „This is the moment when…“, nicht selten gefolgt von einem „we“, also nochmals der Appell an die ganze Welt!

Schließlich zum Fazit der Rede: Sicher, es ist alles schön und gut, was Obama gesagt hat, jedoch bleibt abzuwarten, wie und zuallerst einmal ob er seine Visionen umsetzen kann, ohne sich von dem Druck, der auf ihn hereinbrechen wird, wenn er ins Präsidentenamt gewählt werden sollte, verbiegen zu lassen. Sicher, es war eine außergewöhnliche Rede, schon allein der Inszenierung wegen. Doch obschon der hervorragenden rhetorischen Fähigkeiten Obamas blieb die Rede für einige Zuschauer hinter den Erwartungen zurück. Es fehlte vielen das gewisse Etwas, wie beispielsweise Kennedys legendäres Statement „Ich bin ein Berliner“ oder Reagans Appell an Gorbatschow „Mr. Gorbatschow tear down this wall!“ vom Juni 1987. Etwas, wodurch jedem die Rede auch ins Bewusstsein gerufen werden würde. „People of the world – look at Berlin“ ist zwar eine starke und eindeutige Aussage, zu einem geflügelten Wort bzw. Satz wird es sich aber wohl kaum entwickeln. Nichtsdestotrotz überwiegt wohl bei den meisten, so auch bei mir, das Positive der Rede. Noch nie habe ich es erlebt, dass ein Politiker so viele junge Menschen in seinen Bann ziehen kann. Dieses jugendliche Interesse an Politik sollte uns allen Hoffnung machen. Obama blieb während seines ganzen Auftritts authentisch, selbst als er die wirklich ernsten Themen an- und Visionen zu deren Lösung aussprach. Er scheint also tatsächlich eine Politik des Wandels zu führen, die man wirklich glauben kann.

„Change we can believe in“ – Barack Obama (offizieller Wahlkampfslogan)

Bereit fürs Finale?

Juni 25, 2008 um 5:03 pm | Veröffentlicht in Sport | 1 Kommentar

Heut abend ist es also soweit: die deutsche Nationalelf kann über einen Sieg im Halbfinalspiel gegen die türkische Auswahl ins Finale der Europameisterschaft einziehen. Spötter betiteln die Begegnung auch: Deutschland gegen Berlin. Höchste Zeit also, sich mal mit unserem heutigen Gegner genauer auseinander zusetzen.

Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei obengenannter Aussage, natürlich nur um eine Provokation handelt, der allerdings ein Irrtum zugrunde liegt und zwar der, dass Berlin die drittgrößte türkische Stadt sei. Die drei größten Städte der Türkei sind Istanbul (10 Mio Ew.), Ankara (4,1 Mio Ew.) und Izmir (3,1 Mio Ew.). Berlin hat zwar 3,4 Millionen Einwohner und wäre somit rein zahlenmäßig gesehen tatsächlich die drittgößte türkische Stadt. Ein Ausflug zu Wikipedia zeigt jedoch schnell, dass in Berlin rund 200 000 türkische oder türkisch-stämmige Bürger leben, vorwiegend im Stadtviertel Berlin-Kreuzberg. Ein Superlativ kann Berlin im Bezug auf die Türkei aber doch vorweisen: Kreuzberg ist mit seinen 200 000 türkischen Einwohnern die weltweit größte türkische Gemeinde außerhalb der Türkei.

Quellen: Berlin, Istanbul, Ankara, Izmir

P. S.: Kaiserkind gibt’s (wie ihr sicher schon wisst) bei Rock im Spitalhof am 12. Juli live zu erleben.

P. P. S.: Das inoffizielle EM-Lied gibt’s hier gratis zum Download.

!!! Merchant of Venice online !!!

Juni 23, 2008 um 6:10 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | 4 Kommentare

Nach gefühlten 5 Jahren konnte ich es kaum glauben als ich vor knapp einem Monat unser Englisch-LK Filmprojekt „The Merchant of Venice“ in Form einer runden Silberscheibe in den Händen hielt, in meinen Rechner schob und mir unseren Shakespeare-Talk genüsslich anschaute.

Es grenzt wohl an ein mittleres Wunder, dass dies doch noch möglich wurde. Den Leidensweg unseres Films kennt ihr natürlich zur Genüge. Dennoch vielen Dank an Bohne und Claus, der dann als er die Filmschnipsel erhalten hatte, diese recht fix zu einem ansehnlichen Filmchen zusammenkleisterte. Danke nochmals an dieser Stelle. Danke auch an unsere Kamerafrau die Jolle (die im Moment bei dem Radiosender ein Praktikum macht.).

Gestern habe ich nun endlich mal Zeit gefunden den Film ins Netz hochzuladen (ich reih mich quasi in die Leidensgeschichte ein, bei der jeder noch so kleine Handgriff zu einer langwierigen verkommt). Jedenfalls ist jetzt unser „MoV(ie)“ bei MyDrive.ch verfüg- und downloadbar.

Und so geht’s:

  1. Link anklicken
  2. Benutzername „hubi“ eingeben
  3. Passwort „ahugeblog“ eingeben
  4. „Merchant of Venice.avi“ anklicken
  5. Download wird automatisch gestartet

Auf einer der bekanntesten englischsprachigen Literaturwebseiten Sparknotes.com gibt’s unter der Rubrik „No Fear Shakespeare“ den Wettbewerb Show us your Shakespeare bei dem man folgendes machen kann:

„Adapt any part of a Shakespeare play and upload your video for a chance to win a $100 Barnes & Noble gift certificate and free No Fear Shakespeare books!“

Was haltet ihr davon? Soll ich unseren Film dahinschicken?? Oder is er net so gut???

Schaut ihn euch erst mal an und dann lassts mich wissen.

Frage: Wie funktioniert eigentlich ein Astronautenklo?

Juni 23, 2008 um 2:18 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Eine Frage, die mir seitdem ich neulich Stanley Kubrick’s – im wahrsten Sinne des Wortes – abgespacestes Science-Fiction Meisterwerk von 1968 „2001 – Oddysee im Weltraum“ angeschaut habe, auf den Nägel brennt, ist folgende: Wie funktioniert eigentlich ein Astronautenklo??? Eingedenk der Schwerelosigkeit im Outer Space eine zunächste doch abstoßende Vorstellung, zumal auch im Film auf die „Zero Gravity Toilet“ verwiesen wird …

Dann die nächste Horrormeldung: zufällig las ich kürzlich bei SpiegelOnline diese Schlagzeile: „Notdurft im All- ISS-Toilette ist kaputt“ .

Das war Anlass genug für mich der „Sache“ mal auf den Grund zu gehen.

Meine „Recherche“ beginnt am wohl beliebtesten Ausgangspunkt jeglicher Informationsbeschaffung unserer Zeit: Wikipedia . Das Internetwissensportal liefert auf die Anfrage Astronautenklo erstmal nur den Hinweis, dass zu diesem Thema noch ein ausführlicher Eintrag geschrieben werden muss. Allerdings wird es in einem Unterpunkt zum Thema „Toilette“ kurz wie folgt abhandelt:

Astronautenklo: Toiletten im Weltraum funktionieren nach einem staubsaugerähnlichem Prinzip. Die Öffnung ist nur ca. handtellergroß, und die Benutzung muss trainiert werden.

Ahja … saubersaugerähnlich also … und trainiert muss der „natürlichste aller natürlichen Vorgänge“ also auch noch …

Auf meiner weiteren Informationssuche stoße ich auf eine mir sehr bekannte und „sofortvertrauensherstellende“ Seite – die der Sendung mit der Maus . Der Armin hat sich also auch schon mal Gedanken zu diesem Thema gemacht und stellt seine Ergebnisse auf die gewohnt unnachahmliche Weise dar. Hier nun die wesentlichen Erkenntnisse kurz zusammengefasst:

  • Das Astronauten WC funktioniert ähnlich wie ein Staubsauger, aber nicht wie ein gewöhnlicher, vielmehr wie einer mit dem man Flüssigkeiten absaugen kann. (Armins O-Ton: „Schließlich machen die Astronauten ja keinen Staub in die Toilette!„)
  • Damit der Mensch sich selbst nicht aufgrund der Schwerelosigkeit verflüchtigt und somit ein ruhiger Stuhlgang gewährleistet ist, befinden sich am Klo Haken, an denen sich der Astronaut festklemmt.
  • Sitzt der Astronaut nun fest und sicher, wird der Auffangbehälter geöffnet und der Luftstrom eingeschaltet („Das ist ziemlich kalt am Po und sehr gewöhnungsbedürftig!„)
  • Das Loch eines Astronautenklo ist in etwa nur so groß wie ein Bierdeckel, da dies nun den Stuhlgang erheblich erschwert, muss der „richtige Sitz“ auf der Erde vorher trainiert werden.
  • Bei kleineren Angelegenheiten genügt ein Auffang-Röhrchen, welches direkt mit dem Staubsauger verbunden ist.
  • Beim Händewaschen benutzen die Astronauten kein Wasser, sondern stattdessen feuchte Tücher
  • Und nun zu guter Letzt das für mich Erstaunlichste: Alles, was sich im Behälter des Staubsaugers angesammelt hat, wird wieder zurück auf die Erde genommen!!

Umwelt(raum)schutz nennt man das dann wohl!

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